Fünf Minuten – Ein Tagebuch (Ian Cushing / Selbstverlag)

„Fünf Minuten – Ein Tagebuch“ ist ein zutiefst verstörendes Tagebuch, welches einen Einblick in das Leben des namenlosen Protagonisten gewährt. Er blickt zurück und lässt den Leser gleichzeitig an seinem Leben und seiner Metamorphose teilhaben.

„Fünf Minuten – Ein Tagebuch“ beschreibt die Verzweiflung und Gedanken eines Mittvierzigers mithilfe des Existenzialismus, der zur Religion -und somit zum Erlöser und zur Geißel- des Protagonisten geworden ist; in seinen sowohl ausführlichen, als auch mitunter fragmentarischen Einträgen finden sich ebenso Elemente des Thrillers wieder, die den Geschehnissen in seinem Leben Rechnung tragen. Diese Geschichte ist definitiv nichts für sonnige Gemüter.

Eines der großen Vorhaben in meinem Leben, welches ich niemals umgesetzt habe, war es, ein Tagebuch zu schreiben.

Warum sollte ich so etwas tun, auch wenn ich es mir immer wieder als Ziel gesetzt habe? Mich selbst daran erinnern, wie es gewesen ist? Im Nachhinein eine Möglichkeit zu haben mit dem Vergangenen reflektorisch Händchen zu halten? Alles noch einmal zu erleben? Wer sollte das lesen, außer mir?

Also entschied ich mich jedes Mal dagegen, es zu tun, doch nicht jeder Mensch sieht es so und so kann man mit „Fünf Minuten – Ein Tagebuch“ die memorialen Erinnerungen von Autor Ian Cushing bewundern – seien sie nun frei erfunden, oder selbst erlebt.

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.