Candygirl (Michael Merhi / Redrum Verlag)

Bobby war nicht böse. Das Leben war böse. Die Umstände waren böse. Sein Vater, ja der war abgrundtief böse, aber er? Bobby? Niemals! Das zwölfjährige Mädchen Candygirl gerät in die Fänge des Zuhälters „Schweineschwarte Bob“, der ihr das Leben zur Hölle macht. Der sadistische Mann setzt alles daran, das zwölfjährige Mädchen sowohl seelisch, als auch körperlich zu brechen. Wie ein Stück Vieh wird das junge Mädchen gebrandmarkt und von einem perversen Kunden an den anderen weitergereicht. Und was war mit Bobby? Bobby interessierte es einfach nicht, ob es kleine Mädchen oder Jungs waren, er nahm sie beide gern, schließlich waren es doch Gottes Kinder und der Mann hasste Gott. Abgrundtief!

Ich muss zugeben, ich war schon immer ein Freund von knallharter Lektüre und nach einer gewissen Zeit fühlte sich alles so gleich an. Die ganzen Bestsellerautoren, Namen sind ja weitreichend bekannt, konnten meinen Bedarf an Blut, Gewalt und menschlichen Abgründen nicht mehr ausreichend decken. Durch Zufall lernte ich jemanden kennen der mir eine Menge Verlage nannte bei denen es weit über das was ich bisher gelesen hatte hinausging. Also wühlte ich mich in den folgenden Wochen durch verschiedenste Klappentexte. Die Entscheidung fiel mir schwer, also suchte ich mir einen Verlag aus, der etwas mit einem anderen sehr geschätzten Autor gemeinsam hatte. Meine Wahl fiel auf REDRUM. Auch hier ist die Auswahl unerschöpflich an interessanten Büchern, also wie entscheidet man sich. Der Verlagsinhaber Michael Mehri hat selber ein Buch veröffentlicht, also was liegt da näher als sich das Buch vom Chef persönlich zu bestellen?

Thomas Mauer

Geboren 1970 in Kaiserslautern, entwickelte sich mein Lesegeschmack nach Karl May schnell hin zu extremeren Dingen wie Thriller und Horror. Da ich old-fashioned bin, müssen Bücher für mich aus Papier sein. Ich mag den subtilen wie den brachialen Horror. Den Scharfsinnigen und feinen Thriller bis hin zum wütenden Serienkiller. Wichtig ist es muss mich mitnehmen, meinen Alltag vergessen lassen. Bücher sind für mich das Fernsehen der Fantasie.