04 – Das Kloster im Kaukasus

Alchimistin-04Jenseits des schwarzen Meeres, in den einsamen Bergen des Kaukasus, liegt die vergessene Festung der Tempelritter. Hier, in der Wildnis am Ende der Welt, nähern sich Aura Istitoris und ihr Stiefbruder Christopher endlich dem Versteck ihres Gegners Lysander. Zugleich reist Gilian, der Hermaphrodit, mit den Institoris-Kindern nach Venedig ins neue Hauptquartier des Templerordens. Sein schwerster Kampf steht ihm noch bevor – gegen Morgantus, den unsterblichen Alchimisten…

TrennstrichMan möge mir verzeihen, aber diesmal keine kurze Zusammenfassung der „spannenden Momente“ – das würde zuviel verraten! Auch sollte man sich vor dem hören den Blick ins Booklet zu den Sprechern ersparen um sich eine kleine Überraschung nicht zu verderben.

Mit dem vierten Teil endet die erste Staffel der Hörspiele um die Alchimistin Aura Institoris. Doch ist es nicht das Ende der kompletten Geschichte, denn im Abspann wird die fünfte Folge angekündigt. Doch kann sich der Zuhörer hier schon recht befriedigt zurück lehnen und Aura nebst Familie in gutem Gewissen zurück lassen. Sicherlich ist es kein Bilderbuch-Happy End, aber es ist ein Ende – irgendwie.

Die Geschichte erreicht hier ihren absoluten Höhepunkt mit ein paar Wendungen die zwar, bei gutem zuhören, zu erahnen sind aber dennoch nicht so leicht einzusehen waren. Kai Meyer behält sich auch diesmal vor den Spannungsbogen erst ganz am Schluss zu lösen, den er über eine sehr lange Strecke hinweg aufgebaut hat.

Nach der ersten Folge dachte ich schon das mich diese Umsetzung, trotz des bombastischen Sounds, nicht würde überzeugen können. Doch sollte man wohl bei einer Geschichte von Kai Meyer niemals zu voreilig mit den Schlüssen sein. Selbst ein paar Minuten vor Ende dieser Folge konnte ich mir kaum vorstellen wie das jetzt logisch enden solle – doch fügte sich alles zusammen und ergab sogar noch einen Sinn.

Nun muss ich mich wiederholen, wie das bei Serien nun einmal leider der Fall ist. Die Sprecher leisten ganze Arbeit und die Inszenierung ist auf den Punkt genau getroffen und schickt den Zuhörer sofort wieder in Auras Welt hinein. Atmosphärisch dicht, wie nur wenige Hörspiele, schafft man es von der ersten Folge an die Qualität kontinuierlich aufzubauen und auch bis zum vorläufigen Finale ohne Abstriche zu halten.

Die Geschichte ist hier zwar erst einmal zu Ende, doch da ist noch mehr…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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