02 – Das Ding aus der Tiefe

Danger-02Unter dem ewigen Eis der Antarktis endecken russische Satelliten einen See von gigantischen Ausmaßen. Seit über einer halben Millionen Jahre von der Außenwelt isoliert. Ein Forschungsteam arbeitet sich durch den 3000 Meter dicken Eispanzer, um dem prähistorischen Gewässer seine langgehüteten Geheimnisse zu entreißen. Und die Mühe wird belohnt. Die Wissenschaftler werden fündig. Aber das, was sie aus den Tiefen mit nach oben bringen, hätte niemals aus seinem Gefängnis befreit werden dürfen.

TrennstrichNach zwei recht innovativen Geschichten kommt Autor Andreas Masuth hier im Fancisstyle daher und klaut sich alles so zusammen wie es ihm gerade passt. Mag die Geschichte ja noch ihre leidlichen Höhepunkte haben, so ist die Umsetzung diesmal fast komplett aus dem Ruder gelaufen.

Nomen ist nicht immer gleich positives Omen. So sind dann auch, in den einschlägigen Fankreisen, bekannte Sprechernamen und deren Stimmen wie die von Sandra Schwittau, Tobias Lelle, Philipp Brammer oder Michael Brenneke nicht in der Lage allem noch einen Kick zu geben um es unterhaltend zu machen.

Erschwerend kommt noch hinzu das sich ein Triumvirat an Sprechern hier bündeln darf, welche in den meisten Hörspielen, in denen ich sie bisher gehört habe, eine mehr als dürftige Leistung ablieferten. Norbert Gastell, Harmut Neugebauer und Fritz von Hardenberg wirken auch hier wieder wie gelangweilte Vomblattableser ohne viele Emotionen oder gar Spiel in die Charaktere zu legen.

Zu diesen akustischen Dingen kommt eine Geschichte die von Anfang an den Eindruck macht als wüsste sie nicht so recht ob sie sich nun zur Kategorie des Fisches oder eher des Fleisches zählen soll und so leider auch keines von beiden wirklich ist.

Nach einer perfekten „Zeitzone“ und dem sehr unterhaltenden „Exit“ ist dies hier ein fast schon lawinenartiger Ausrutscher der mich nur in wenigen Dingen wirklich unterhalten konnte. Ab und zu gelingt es zumindest den Soundeffekten ein wenig Stimmung zu schaffen, doch die meisten Sprecher reißen diese recht beharrlich auch schnellstens wieder ein.

Nicht wirklich das was ich mir davon erhofft hatte. Zu übersichtliche Story gepaart mit zu unengagierten Sprechern…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.