57 – Der Sohn des Bärenjägers

BaerejaegerSicher habt ihr schon alle von dem großen Naturschutzgebiet in den Vereinigten Staaten gehört – dem Yellowstone-Park – mit seinen vielen Geysiren und Naturschönheiten. In unserem Hörspiel erlebt ihr diese Gegend nun zu einer Zeit, als man sie noch nicht sorglos durchstreifen konnte, sondern gewärtig sein musste, hinter jedem Busch einem Feind zu begegnen und um sein Leben kämpfen zu müssen.

TrennstrichWer glaubt das Karl May nur recht wenige Helden in seine Abenteuer schickte, der irrt. Ab und an wurden auch einmal die eher nebensächlichen Figuren in die Mitte des Geschehens gestellt und durften sich gegen die bösen Geister des wilden Westens behaupten. Old Shatterhand und sein Blutsbruder Winnetou spielen hier eher untergeordnete Rollen. Doch sind Namen wie Hobble-Frank, der lange Davy oder Wohkadeh den Lesern der Bücher nicht völlig unbekannt.

Diese Umsetzung war mir auch neu und ich denke das ich bisher auch nicht viel verpasst habe. Die Inszenierung ist recht behäbig und die Geschichte gibt nicht wirklich einen großen Spannungsbogen her, den man sonst von den meisten Werken des Altmeisters der Abenteuerunterhaltung gewohnt ist. Die Stimmen, von Karl-Heinz Heß als Old Shatterhand und Christian Rohde als Winnetou, wollten irgendwie nicht so recht in ihre Rollen passen. Der Rest der Sprecher macht zwar einen guten Job, doch hat man gerade bei den überlebensgroßen Hauptcharakteren des May-Universums doch andere Stimmen im Kopf als diese beiden (Heß & Rode).

So richtig unterhalten und überzeugen konnte mich das alles nicht. Es wirkte zwischendrin wie eine Art Füllepisode die nur mit halber Kraft produziert worden ist…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.