34 – Die obere Koje

Gruselkabinett-34Was hat es auf sich mit der oberen Koje in Kabine 105 des Passagierdampfers Kamtschatka? Niemand der Besatzung scheint begeistert davon, dass Passagiere für diese Kabine gebucht haben. Nach der ersten Nacht an Bord, wird selbst dem See-erprobten Reisenden auch klar, warum.

TrennstrichEine Seefahrt die ist lustig…nicht immer. Zumindest ist es diese hier für die Besatzung der „Kamtschatka“ und den Passagier Aldous Brisbane nicht. Man hat ihm die Kabine 105 zugeteilt und darin die untere Koje. Doch als er den Deckjungen Robert anweist sein Gepäck dort hin zu bringen gerät der vollkommen aus dem Häuschen und warnt Brisbane davor dort zu übernachten.

Bereits in der ersten Nacht ereignen sich seltsame Vorkommnisse und der Mitbewohner Brisbanes verschwindet spurlos. Der Schiffsarzt berichtet Brisbane das sich die letzten drei Passagiere, welche die obere Koje der Kabine 105 bewohnt haben, alle nachts ins Meer stürzten und dabei zu Tode gekommen sind. Als die Ereignisse in der Kabine zunehmen entschließt sich Brisbane den Dingen auf den Grund zu gehen.

Den Unglaube gegenüber dem meisten Übernatürlichen war zur damaligen Zeit, Francis Marion Crawford schrieb die Geschichte unter dem Namen „The Upper Berth“ im Jahr 1894, so Gang und Gebe. Die Männer mussten alle heroisch sein und auch der Hauptakteur der Geschichte der Passagier Aldous Brisbane, weißt diesen Charakterzug sehr markant auf.

So macht sich als der mutige Mr. Bisbane daran den Dingen auf den Grund zu gehen und gerät dabei in ein Abenteuer das von den Titaniern wieder mit viel Liebe und einer großen Portion Grusel inszeniert wurde. Auch wenn die Geschichte sich langsam entwickelt und das Grauen sich nur allmählich über das Schiff und die Menschen darauf ausbreitet, so wird die aufgebaute Spannung doch gehalten, gesteigert und endet in einem recht opulenten Finale.

Als Sprecher hat man wieder alles zusammen getragen was Stimme, wenn auch nicht unbedingt einen geläufig bekannten Namen, hat. Axel Malzacher gibt einen hervorragenden Passagier „Aldous Brisbane“ zum besten. Er unterscheidet perfekt zwischen den inneren Monologen des Charakters und den aktiven Sequenzen der Figur. Neben ihm strahlen Jürgen Thromann, Uwe Büschken, Uli Krohm, Markus Pfeiffer, Tobias Nath und Peter Reinhardt die nötige akustische Souveränität aus um jeder agierenden Person die Lebendigkeit zu verleihen die erwünscht ist.

Zu den perfekten Sprechern und der wirklich gut umgesetzten Story gesellt sich wieder einmal die ausgetüftelte Soundkulisse der Titanier. Sie unterstützt das Gruselfeeling und schafft eine beklemmende Atmosphäre, welche das ausgeliefersein gegenüber dem Übernatürlichen auf einem Schiff so mit sich bringt.

Zur Spannung noch die Gänsehaut. Gut gelungen und wirklich beeindruckend lebendig…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.