Hörheft 01 – Doppeltes Spiel

Kommissar-X-Hoerheft-01Es war Jo klar, dass er bald etwas unternehmen musste. Diese Kerle – wer immer sie auch geschickt haben mochte – würden ihn wahrscheinlich an irgendeinen geeigneten Ort bringen, wo sie ihn ungestört ausquetschen und anschließend vielleicht sogar umbringen konnten. Der Cadillac hielt sich in östlicher Richtung, dass hieß in diesem Fall, dass er mitten durch die City von Jersey fuhr. An einer Ampel musste der Fahrer halten. Jo schätzte seine Chancen ab zu entkommen, doch besonders rosig sah das nicht aus. Aber vielleicht war jetzt die letzte Chance. Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte Jo, dass der Schwarzbart zur Seite aus dem Fenster schaute, während der Mann im grauen Anzug ihn nicht eine Sekunde lang aus dem Blick ließ. „Vergessen Sie’s!“ sagte der Graue, der offenbar Jos Gedanken erraten zu haben schien … Kann Jo Walker entkommen und Licht ins Dunkel bringen?

TrennstrichNach zwei Ausflügen in die Welt der inszenierten Lesung geht hier das erste Hörheft mit Joe Walker, alias Kommissar X, an den Start. Als erste Ausgabe wurde eine niemals in der Romanheftserie veröffentlichte Geschichte aus der Feder von Autor Alfred Bekker vertont.

Es erwartet den Hörer kurzweilige Unterhaltung in der sich die Romanheftkrimistereotypen die Klinge reihenweise nacheinander in die Hand geben. Das Feeling der Lesung ist recht archaisch und eher in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angesiedelt. Doch dies tut der Unterhaltung keinen wirklichen Abbruch. In bester PI-Manier geht Protagonist Joe Walker durch die Gegend und regelt alles so wie man es von den US-Big City-Crimefightern der gedachten deutschen Klasse erwartet.

Robert Missler schlüpft zum dritten Mal in die Rolle des Kommissar X und scheint sich dort auch immer noch heimisch zu fühlen. Zwar sind die Interpretationen der einzelnen Charaktere nicht wirklich so unterschiedlich das man von einem, wirklichen Spiel reden könnte, doch trennt er die Protagonisten gut genug um sie nicht miteinander zu vermischen.

Old School-Crime -Fans können hier getrost zugreifen, denn die Story und die Darbietung schaffen es über 100 Minuten hinweg eine recht angenehme Atmosphäre zu erzeugen und kurzweilig zu unterhalten…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.