11 – Peter Lundt und die Rivalinnen der Rennbahn

Peter-Lundt-11Pferdegetrappel und Motorgejaule – der neue Fall raubt Peter Lundt den letzten Nerv! Zwischen zerstrittenen Zwillingsschwestern, der Trabrennbahn Bahrenfeld, einer Kartrennbahn in Billstedt, einem abgehalfterten Fernseh-Casanova und einem feinen Gestüt in Hamburgs Süden taumelt der blinde Detektiv direkt in die Katastrophe. Die Spur sich häufender Versicherungsfälle führt ihn in einen brennenden Stall und ausgerechnet die leidenschaftlich gehassten Vierbeiner werden zu seiner letzten Chance.

TrennstrichNach der für mich eher misslungenen letztem Folge fragte ich mich wie es für den blinden Detektiv weiter gehen würde. Und auch diesmal konnte mich Peter Lundt nicht wirklich überzeugen.

Die Geschichte wartete mit zu vielen bekannten Wendungen und Endungen auf als das man hier von einem Lundt sprechen könnte wie e bisher zu hören gewesen ist. Die Charaktere neben ihm und Anna Schmidt bleiben blass und auch die Geschichte an sich hätte straffer erzählt werden können. Spannung und „Who dunnit“ sucht man vergebens.

Auch bei den Sprecher läuft nich alles so wie man es gewohnt ist. Tanja Dohse soll sicher mit „Mechthild Moser“ eine nervige Kolumnentante darstellen, doch ist sie einfach nur nervig und dabei gelingt es ihr sogar noch in gewissen Passagen steril zu wirken. Mark Bremer und Elena Wilms sind als „Peter und Anna“ wider gut hörbar, bekommen diesmal jedoch fast kaum Möglichkeiten die verbalen Kleingefechte,welche sonst ein gewisses Flair verbreiten, auszuleben. Nach 10 Folgen bekommen man auch eine neuen „Oliver Zornvogel!“ vor die Ohren gesetzt. Nach Teje Mierendorf darf sich nun Olaf Reichmann an dieser Rolle versuchen und bei einem Versuch bleibt es auch irgendwie. Der bisher so angenehme Polizist wirkt durch die Darstellung Reichmanns eher jovial und teilweise sogar latent devot. Das hätte man besser gelassen und den Polizisten gar nicht erst ersetzt.

Die Inszenierung ist wie gewohnt sehr angenehm ausgefallen, doch kann die opulente Soundkulisse und der Easy-Listenig-Jazz nicht wirklich über die dünne Geschichte und die teilweise sehr dürftigen Sprecher hinweg helfen.

Schade, lieber Peter, das war schon wieder nichts…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.