01 – Der Wächter des Mount Tantiss

Star-Wars-Erben-des-Imperiums 01Fünf Jahre sind seit der Vernichtung des zweiten Todessterns vergangen. LUKE SKYWALKER, HAN SOLO und seine Frau LEIA ORGANA SOLO versuchen mit allen Mitteln, den inneren Zusammenhalt der Neuen Republik zu festigen. Doch eine große Gefahr droht der Allianz: Unter der Führung des letzten Großadmirals des Imperators, THRAWN, hat sich die Imperiale Flotte neu formiert und holt zum letzten, alles vernichtenden Schlag gegen die Rebellion aus.

Trennstrich

Den älteren Hörspielhörern sind sie wohl – zumindest ist es bei mir so – die liebsten STAR WARS-Helden: Die Protagonisten der Episoden IV bis VI. Denn wer erinnert sich nicht gerne an die Abenteuer von Luke Skywalker, Prinzessin Leia Organa, Han Solo und Co. zurück, zu einer Zeit als noch keine Droiden ein ewiges „Roger, Roger“ von sich gaben oder schlappohrige Computeranimationen mit Sätzen wie „Ichse sein, Jarjar, liebe Jedise“ die Nerven der Kinogänger malträtierten.

Und genau diese nervenden Faktoren spielen in den „Erben des Imperiums“ keinerlei Rolle mehr, denn die Handlung ist fünf Jahre nach der Episode VI angesiedelt. Wer sich also stets gefragt hat was Luke, Han, Leia, Chewie und der Rest der Gang nach dem Sieg über Todesstern 2 und dem Ableben von Darth Vader so getrieben haben, der braucht sich nun vor Büchern nicht mehr zu fürchten, denn hier sind die Hörspiele zur sogenannten THRAWN-Trilogie von Autor Timothy Zahn.

Zumindest wird nun, in vier Hörspielteilen, das erste Buch der Trilogie, „Heir to the Empire“ (1991), vertont. Bleibt also zu hoffen das die Fanbase stark genug ist, diese vier Teile finanziell zu tragen und eine Fortsetzung der Trilogie in Hörspielbearbeitung mit ermöglicht.

Um dies zu sichern, hat man auf die Pferde gesetzt, welche in der deutschen Synchronisation der Spielfilme bereits die im Hörspiel agierenden Figuren mit akustischem Leben erfüllt haben: Hans-Georg „Luke Skywalker“ Panczak, Wolfgang „Han Solo“ Pampel, Susanna „Prinzessin Leia Organa“ Bonaséwicz und Joachim „C-3PO“ Tennstedt.

Auch wenn man ¾ dieser Besetzung anmerkt das sie schon mehr als ein Hötrspiel bestritten haben, so besteht leider gerade bei Wolfgang Pampel diesbezüglich noch ein wenig Nachholbedarf. Da Pampel bereits mit Regisseur Oliver Döring gearbeitet hat, hätte ich erwartet das Herr Döring Herrn Pampel auch ein wenig mehr in die Regie nimmt. Leider ist dies nicht geschehen und Wolfgang Pampel liefert einen recht unbeteiligten „Han Solo“ ab, welcher von der Agitation eher als Erzähler bei John Sinclair durch gehen würde, denn als der lebendige Schmugglerkönig, welchen er eigentlich darstellen soll.

Der Rest der Crew ist lebendig und mit recht fühlbarem Feuereifer bei der Sache. Neben den bereits oben erwähnten Stimmen, gibt es unter anderem noch die von Jürgen Thormann, Alexandra Lange-Baehr, Tobias Kluckert, Till Hagen, Arianne Borbach, Joachim Kerzel als Erzähler und Thomas Nero Wolff als hervorragenden Bösewicht „Großadmiral Thrawn“ zu hören.

Musik und Soundeffekte stammen aus den Filmen, sind also hinlänglich bekannt und ein weitere Garant für gute Unterhaltung.

Die Geschichte von Timothy Zahn, welcher mehr als nur diesen einen literarischen Ausflug ins Star Wars-Universum unternommen hat, biedert sich nicht bei der bekannten Franchise an, sondern versucht eine logische Fortführung der Geschichte darzustellen. Die Figuren agieren in den bekannten Rahmen und man erkennt deren markante Charakterzüge sofort wieder.

In der Inszenierung spiegelt sich erneut die Hörspielerfahrung des Teams Alex Stelkens und Oliver Döring wieder. Wie auch in ihren vorherigen Star Wars-Hörspielen, verstehen sie es den Pathos des Epos dieses Universums genau auf den Punkt zu bringen und die Welt der Jedi plastisch auf der Kopfkinoleinwand lebendig werden zu lassen. Der Einstig in die Geschichte ist recht schnell bewerkstelligen und auch Hörer, denen das Star Wars-Universum nicht bis in die kleinste Kleinigkeit vertraut ist, werden keine Probleme habe sich in die Geschichte fallen zu lassen.

Es wäre der Serie zu wünschen das sie von den Käufern angenommen wird um alle drei Episoden der Thrawn-Trilogie als Hörspiel geboten zu bekommen. Auch wäre ein wenig mehr Regie für wenige Sprecher wünschenswert, denn in den Filmen klang z.B. „Han Solo“ lebendiger als hier…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.