01 – Anpfiff für das Team

Z-Team-01

Warum muss ausgerechnet der schrecklichste Mensch der Welt Fußballtrainer in Zenitropa sein? Aber Pepe lässt sich von Herbert nicht einschüchtern. Es wäre doch gelacht, wenn er und Kim Li es nicht schaffen würden, selbst eine Fußballmannschaft auf die Beine zu stellen. Und dann werden sie es dem Fiesling zeigen!

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Der Junge Pepe zieht mit seiner Mutter zu Großmutter nach Zenitropa während sein Vater auf einem fernen Planeten arbeitet. Das klingt zwar spannend, ist es aber nicht wirklich. Die erste Folge erzählt wie Pepe versucht sich in seinem neuen Umfeld einzuleben. Leider wird ihm das vom fiesen Trainer Herbert unmöglich gemacht, denn dieser hat nur den Erfolg und Ruhm seines eigenen Sohnes Theo im Kopf. Doch durch ein bisschen Einsatz gelingt es Pepe erst mit Kim Li Freundschaft zu schließen um dann mit den anderen Kindern der Fußballmannschaft und seinem neuen Freund Reza ein eigenes Team auf die Beine zu stellen. Showdown ist das „spannende“ Fußballmatch zwischen Pepe und seiner Mannschaft gegen den fiesen Herbert und seinen Sohn Theo, die nicht mal davor halt machen bärenstarke Häftlinge in ihr Team zu rekrutieren.

Die Story selbst spiegelt die alltäglichen Probleme von Kids/Jugendlichen wieder. Die wird durch den miesen Trainer, das finden neuer Freunde & Feinde, sowie den anderen Dinger dargestellt denen sich ein Teenager auch heutzutage stellen muss. Zwischendurch gibt es ein paar kurze, futuristische Einwürfe wie eine Z-Box, Flugboote (diese werden aber nur erwähnt und kommen vorerst nicht zum Einsatz) und ein von Magnetfeldern begrenztes Fußballfeld.

Ein wenig seltsam mutet an, dass die Bewohner von Zenitropa z.B. eine hypermoderne Datenbank haben, mit Hologrammen gearbeitet wird man aber andererseits in Baumhäusern leben. Diese Gegensätze passen für nicht wirklich zusammen, da sie kein logisches Bild einer halbwegs glaubwürdigen Zukunft abgeben..

Die Inszenierung ist gewohntes Mittelmaß aus dem hause „Fährhauston“, denn irgendwie kommt alles mit wenig Elan daher. Die Zusammenfassung bzw. die Reportage zum Fußballspiel bringt auch nicht wirklich Schwung in die ganze Story , ein paar mehr ausschmückende Elemente und etwas mehr „Einsatz“ der Sprecher wären nett gewesen.

Das Hörspiel ist handwerklich sauber gemacht, die Soundkulisse ok und Sprecher liefern gute Leitungen ab – gar keine Frage, aber irgendwie springt der Funke insgesamt einfach nicht über. Einzig Robert Missler, als fieser Herbert, sticht aus der Menge heraus.

Nur der Umstand alles in eine futuristische Umgebung zu verpacken, hilft der ganzen Sache nicht wirklich weiter…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.