37 – Hexensabbat

Offenbarung-23-37Was steckt hinter den Mysterien von Magie und Astrologie? Gibt es ein verborgenes Geheimnis, das niemand jemals ergründen darf? Und warum waren gerade Könige und Kaiser immer so angetan von der schwarzen Kunst? Kann es sein, dass es dort draußen mehr gibt als das, was man mit wissenschaftlichen Methoden erklären kann? Oder steckt eine einfache Erkenntnis hinter allem, was wir als „okkult“ bezeichnen? Viele Menschen wollen an etwas glauben!

TrennstrichIm Jahr 2006 erschie in der Serie „Offenbarung 23“ die zwölfte Episode. Sie hatte den Titel „Der Piratenschatz“ und bisher hatte O23 zwar die Gemüter diverser Hörer gespalten, doch was am Ende dieser Episode zu hören war ließ die Meisten an den Machern zweifeln. Die letzte Szene der CD spielt in einem Tonstudio, in dem alles als Hörspielserie entlarvt wird. Irgendwelche Leute dringen in das Studio ein, nehmen alle Sprecher und das Produktionsteam in Gewahrsam und „beenden“ die Aufnahmen mit Gewalt. Nicht nur das dies alles mehr als lächerlich war, ein Antwort oder Erklärung zu diesem wirklich misslungenen Ende gab es auch niemals.

Nachdem das Autorenteam gewechselt hat kann ich persönlich mit der Serie mehr anfangen als es unter dem alten Autor gewesen ist. Um so erstaunter war ich, als zum Beginn von Folge 37 eben diese wirklich schlechte und unnötige Tonstudioszene erneut zu hören ist. Nicht das die danach folgende Story auch das geringste damit zu tun hätte oder Antworten gegeben worden wären – der Anfangs steht für sich komplett alleine, ohne Zusammenhang und ist nach wie vor eine Lachnummer. Ob diese Einschub verdeutlichen soll wie schlecht die Scripte vorher waren und das man diese Wege nicht mehr gehen möchte, stelle ich einfach einmal als Spekulation zur Diskussion.

Der Rest des Hörspiel bewegt sich dann qualitativ in den selben Bahne wie die Episoden ab Folge 32: skurril, abgehoben, aber doch immer irgendwie nachvollziehbar und in der Realität mehr verhaftet als alles vorher. So, legte sich der Schrecken des „Oh nein, jetzt geht der ganze Schmonzes doch irgendwie weiter“ recht schnell wieder und die bisher gewohnte Kurzweilunterhaltung trat ein.

Ein durchgedrehter Adeliger, welcher die Monarchie wieder nach Deutschland bringen will, hat seinen episodenfüllenden Auftritt. Doch ist nicht alles so wie es scheint und 3B hat genug Möglichkeit sich als Nachhilfeagenten auszutoben und eine Verschwörung ans Licht zu bringen, welche eigentlich so recht gar keine sein möchte. Nett ist auch das ende in dem Tom Baumann von seiner Erzfeindin Nadja Uljanov so zugesetzt wird, das man sich unweigerlich fragt was er der Dame böses getan haben kann. Antworten = null, doch das stört nicht wirklich denn unterhaltend ist die Realsatire allemal.

Das übliche Sprecherensemble geht mit Spaß und viel Spielfreude an Werk und auch Lutz Riedel hat eine mehr als großen und amüsierenden Auftritt zu vermelden. Kurzweilige Unterhaltung ohne viel Tiefe, Message und Charakterschärfe – einfach nur Spaß am Hörspiel…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
Letzte Artikel von Thomas Rippert (Alle anzeigen)