Podcast – besser als die Realität! Teil 2: The Black Tapes

Wie bereits im ersten Teil dieser Blah-Reihe erwähnt, geht es ab jetzt vorrangig um die Podcasts welche sich im Fake-Rality-Style dem Konsumenten anbieten.

Da ich irgendwo anfangen muss, befasse ich mich als erstes mit einem der umfangreicheren Podcasts: The Black Tapes von Pacific Northwest Stories. Die produzieren zwar auch noch TANIS, aber dazu komme ich später.

The Black Tapes ist die Story der Reporterin Alex Reagan, welche sich durch ihre Ermittlungen im Bereich des Übernatürlichen und Okkulten selbst immer mehr in die Tiefen von Wahrheit und Dichtung begibt.

Der Inhalt an sich, in britannisch:

„The Black Tapes is a weekly podcast from Pacific Northwest Stories and Minnow Beats Whale, and is hosted by Alex Reagan.

The Black Tapes is a serialized docudrama about one journalist’s search for truth, her enigmatic subject’s mysterious past, and the literal and figurative ghosts that haunt them both.

How do you feel about paranormal activity or the Supernatural?

Ghosts? Spirits? Demons?

Do you believe?„

Alex-ReaganAm Anfang hält Alex Reagan es noch wie Fox Mulder und das „I want to believe!“ bringt sie zum größten Skeptiker gegenüber dem Übersinnlichen: Dr. Richard Strand.

Strand versucht jedem Übernatürlichen auf die Schliche zu kommen und es als vollkommen real und logisch erklärbar zu entlarven. Im Laufe der Jahre gründete er das „Strand Institute“ und geht mit seinem Team Hinweisen zu unerklärlichen Phänomenen nach.

Netterweise hat man, um den Reality-Aspekt zu unterstützen, direkt die passende Webseite zum „Strand Institute“ ins Netz gestellt und bietet dort die Möglichkeit einen paranormalen Vorfall per Nachricht unter „Contact“ mitzuteilen.

Strand hilft Alex bei ihren ersten Nachforschungen, doch stößt Alex in einem Nebenzimmer von Strands Büro auf ein Regal mit schwarzen Videokassettenhüllen, in denen sich Videotapes und Notizen zu Fällen befinden, welche Strand nicht als „gelöst“ bearbeiten konnte – die gelösten Fälle befinden sich in weißen Videokassettenhüllen in Strands Büro.

Somit wäre also auch der Name des Podcast erklärt: The Black Tapes.

Alex überredet Strand sich eines dieser Black Tapes ansehen zu dürfen. Strand willigt ein und hilft Alex bei einem erneuten Versuch die Geschehnisse zu erklären, welcher jedoch fehl schlägt.Dr.-Richard-Strand

Alex erhält die Erlaubnis sich auch anderen Tapes zu widmen und verbeißt sich immer mehr in die unheimlichen Ereignisse. Sie vernachlässigt ihren Selbstschutz indem sie sich Experimenten unterzieht, welche für viele Menschen bisher den Tod bedeuteten und zu Beginn der zweiten Staffel ist ihre Gesundheit nicht mehr die beste und sie braucht eine Podcast-Auszeit (ich schreibe dies im Mai 2016), welche bisher nur von zwei „Sleep Notes“ unterbrochen wurde.

Soweit dazu.

Ich habe nicht wirklich wichtiges gespoilert und möchte diesen Podcast jedem Horror-Fans ans Ohr legen. Diese Fake-Reality ist so fake das sie fast schon real sein könnte. Alex Reagan (ja, die heißt wirklich so) und ihr Kollege Nic Silver (der Hauptakteur im TANIS-Podcast) leisten hier eine großartige Arbeit um diese nicht existente Welt zu erschaffen, beleben und so wirken zu lassen als habe man es mit dem Reality-Podcast „Serial“ (siehe Einführungsartikel) zu tun, welcher sich eine Frischzellenkur durch eine gehörige Portion „X-Files“ gefallen lassen musste.

Black-Tapes-Season-OneUnd genau wie bei den X-Files bieten die Black Tapes nicht wirklich ausreichende und befriedigende Antworten, denn dazu ist alles in diesem Universum miteinander zu eng verwoben.

Das Verschwinden von Dr. Strands Frau ist irgendwie mit dem Schicksal des stummen Elternmörders Simon Reese verbunden, welcher plötzlich beginnt zu reden. Wieso steht der „Unsound“ – eine Abfolge von Geräuschen, welche dafür sorgt das man meistens ein Jahr nach dessen anhören das Zeitliche segnet – mit den Bildern von Menschen zusammen, deren Gesichter umgedreht wurden?

Rätsel über Rätsel.

Dieser Podcast ist einfach nur pure Horror-Unterhaltung auf höchstem Podcast-Niveau und wer sich für Dinge wie X-Files oder Fringe erwärmen kann, der sollte doch Alex und ihrer Welt mal einen Besuch abstatten.

Möglichkeiten zum Download und eine Menge mehr findet man unter: http://theblacktapespodcast.com/

Soundsystem-BLAU

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.

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