Graues Land (Michael Dissieux / KOVD Verlag)

Am Ende der Zeit ist die Welt grau und still.

Jetzt zählen nur noch Erinnerungen.
Und wenn die verblassen, stirbt der Mensch.

Harvey und Sarah führen ein glückliches und ruhiges Leben in den Bergen. Als Sarah erkrankt, kümmert sich der alte Harv liebevoll um seine Frau.
Doch eines Tages hat sich etwas geändert – in der Welt da draußen.
Es beginnt damit, dass der Fernsehsender kein Programm mehr ausstrahlt, dann fällt die Stromversorgung aus.
Auch das Telefon verstummt.
Ein grauer Schleier umhüllt das Land. Eine trügerische Stille liegt über den Feldern, über dem Haus. Des Nachts glaubt Harvey, Kreaturen ums Haus schleichen zu hören.
Und die kurze Begegnung mit einem jener Wesen im Garten, bringt die schreckliche Gewissheit, keiner Einbildung erlegen zu sein.
Harvey beschließt, in Erfahrung zu bringen, was mit der Welt geschehen ist. Und so steigt er in seinen rostigen Van und fährt zu seinem alten Kumpel Murphy, der ein paar Meilen die Straße hinab ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt.
Doch dieser scheint bereits dem Wahnsinn anheimgefallen zu sein …

Ich erdreiste mich zu behaupten, dass ich wohl in den letzten Jahren fast jede Spielart einer Dystopie gelesen habe. Zombies, Aliens, Stromausfälle, Verseuchung des Planeten, humorige Betrachtung des Untergangs, brutalste Schilderungen von zerfleischenden Monstern, kühle Analyse des Verfalls sämtlicher sozialen Ordnungen und was weiß ich nicht noch alles. Doch eine Dystopie wie „Graues Land“ ist mir bisher noch nicht unter gekommen.