Der zweite Krieg der Welten (Andreas Zwengel / Blitz Verlag)

Vor über einhundert Jahren griffen die Marsianer nach der Erde. Mit ihren dreibeinigen Kampfmaschinen wüteten sie in der Hauptstadt des Britischen Empire und versetzten die ganze Welt in Angst und Schrecken. Die Menschheit verdankte ihr Überleben nur einem glücklichen Zufall, denn die irdischen Bakterien erwiesen sich für die Aliens als tödlich. H. G. Wells beschrieb die dramatischen Ereignisse in seinem Buch »Krieg der Welten«.
In den folgenden Jahrzehnten war die Gefahr noch allgegenwärtig und selbst eine harmlose Radiosendung konnte eine Massenpanik auslösen. Doch als die Menschen endlich in der Lage waren, Sonden zum Mars zu schicken, fanden sie dort keine Spuren von Leben. Sie begannen, sich in Sicherheit zu wiegen. In trügerischer Sicherheit. Nur die B. X. A., eine kleine, kaum beachtete Regierungsorganisation, ist noch wachsam und für eine denkbare neue Invasion gewappnet. Als an mehreren abgelegenen Orten unerklärliche Phänomene auftreten, wird den Männern und Frauen der B. X. A. bewusst, dass der zweite Krieg der Welten längst begonnen hat. Diesmal sind die Marsianer besser vorbereitet – und die Menschheit steht vor ihrer größten Bewährungsprobe.

„576 Seiten sind doch ein Klacks!“

Wer so denkt, der hat nicht den „Zweiten Krieg der Welten“ gelesen, denn dieses Buch ist rein haptisch ein, wie ich so gerne zu sagen pflege, wahrer Backstein mit dem man problemlos jeden Marsianer zur Strecke bringen könnte.

H.G. Wells „Krieg der Welten“ ist wohl neben der „Zeitmaschine“ und dem „Unsichtbaren“ das bekannteste Werk des Autors, welches einen nicht unerheblichem Einfluss auf die Science-Fiction Literatur gehabt hat. Mehrfach verfilmt, gab es auch in achtzigerjahren des vergangenen Jahrtausends eine TV-Serie, welche sich als Fortsetzung der Originalgeschichte verstand. Und auch als Buch gibt es bis dato ein paar Fortsetzungen, welche allerdings alle einen anderen Ansatz verfolgen.