Peterchens Mondfahrt

Peterchens-Mondfahrt

Auf der abenteuerlichen Reise zum Mond geraten Peterchen, Anneliese und der fünfbeinige Maikäfer Sumsemann in manch seltsame und heikle Situation, bis sie schließlich das verlorene sechste Beinchen des Maikäfers auf der Spitze des Mondberges entdecken…

Sprecher:Peter Famulok, Musik: Andreas Heyser, Illustrationen: Bettine Rosenberger

3 CD, Spielzeit: 195 Minuten

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Die Geschichte von Peterchens Mondfahrt ist eigentlich relativ schnell erzählt, oder besser zusammengefasst. Es ist die Queste nach dem verloren gegangenen Bein des Maikäfers Sumsemann, dem Peterchen und Anneliese helfen es wieder zu bekommen. Doch was die Geschichte so interessant macht sind die Charaktere und Figuren auf die sie treffen, während sie nach dem verlorenen Bein suchen. Die Bekanntschaften sind so vielfältig und bunt schillernd das man gar nicht alle im Kopf behalten kann, denn die Ereignisse überschlagen sich ab und zu so rasant das man staunend von einem Wunder zu nächsten geführt wird. Zumindest ging es mir als Kind so, als ich die Geschichte zu ersten Mal vorgelesen bekam.

Nun gibt es von der Story wohl die unterschiedlichsten Inkarnationen. Sei es nur Film, Hörbuch, Hörspiel oder Bilderbuch. Doch ist die Geschichte an sich recht antiquiert und die diversen Neuauflagen haben auch dementsprechende Updates der Sprache erfahren. Nicht so diese Version, zumindest soweit ich mich an meine erste Begegnung mit diesem Stoff zurück erinnern kann – und das ist auch gut so.

So verstaubt wie sich alles in meiner Erinnerung befand ist es nämlich gar nicht und die Ausdrucksweise von damals kann sicher auch, in der hier dargebotenen Form, jüngere Zuhörer heute noch spielerisch überzeugen weiter zuzuhören und vor allem weiter zu sehe“.

Nicht nur das man hier die wirklich sehr märchenhafte Lesung von Peter Famulok geboten bekommt, denn er liest dies alles wie ein Märchenonkel vor was der Geschichte mehr als gut tut, man kann dies alles auch visuell verfolgen indem man sich das Buch mit zur Hand nimmt. Jede der einhundertundsechzig wunderschönen Buntstiftzeichnungen von Bettine Rosenberger sind einzeln den diversen Tracks zugewiesen und unterstützen so die Visualisierung der Geschichte auf recht ungewöhnliche Weise, da sie das gesprochene bildlich darstellen. Nimmt man noch die Musik von Andreas Heyser hinzu, welche sich sehr an leichfüßigen klassischen Motiven orientiert, so bekommt man eine Mischung die so ihres Gleichen suchen kann und nicht wirklich findet.

Die Zeit, in der die Geschichte bis auf das letzte Wort ausgelebt wird, vergeht wie im Fluge und man fühlt sich, zumindest erging es mir so, wieder in die Kindheit zurück versetzt, mit dem Feeling des Erstkontaktes – denn solch einer ist es in dieser Form.

Die CD-Rom-Version hat einen Umfang von 3 CDs. Auf den CDs befindet sich das Hörbuch für den normalen CD-Spieler und auf der dritten CD ist alles nochmals als interaktives Buch für den PC zu finden. Hier kann man die einzelnen Kapitel anwählen und auch pro Hörbild einzeln weiter blättern, was sehr komfortabel ist.

Die reine CD-Version kommt als DVD-Hülle mit zwei Audio-CD daher. Mit ihr bekommt man auch das Bilderbuch in gedruckter Form, welchem noch drei Kunstdruckpostkarten beiliegen.

Müsste ich mich entscheiden, so würde ich die Audio-CD-Version mit dem gedruckten Buch vorziehen. Zum einen hat sie den großen Vorteil das man sie sich mit seinen Kindern zusammen ansehen real kann und nicht unbedingt auf die Geschwindigkeit des umblätterns der PC-Version Rücksicht nehmen muss. Auch empfinde ich diese Version als geeigneter um jüngeren Kindern Dinge besser zu erklären. Auch wirken die Bilder hier viel plastischer und ansprechender als nur rein auf dem Monitor betrachtet.

Wie könnte man Kinder dazu bekommen wieder zu lesen und sich auch einmal den alt hergebrachten Stoffen zu widmen? Mir solch einer multimedialen Umsetzung dürfte es kein Problem darstellen Kinder und Jugendliche für diese Materie ein Stück weit zu begeistern. Eigentlich reichen die normalen Sterne nicht aus, denn dieses Hörbilderbuch hätte mehr als das verdient. Doch da nicht mehr vorhanden sind…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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