Krieg der Welten (Imaga / Folgenreich)

Der bahnbrechende sowie zeitlose Klassiker KRIEG DER WELTEN von H.G. WELLS begeistert seit über 100 Jahren nicht nur die Fans der Science Fiction. In diesem Hörspiel wird das Spektakel um einen Angriff auf die Menschheit aus dem All zum Kopfkino der Superlative und stellt die Frage: Wie verhält sich der Mensch, wenn die Ordnung zusammenbricht? Im Krieg und in der Hoffnungslosigkeit angesichts einer außerirdischen Übermacht, die nur ein Ziel zu kennen scheint: Die Bewohner der Erde zu vernichten.
Geschrieben von CHRISTIAN GAILUS und unter der Regie von OLIVER DÖRING erwacht der Krieg der Welten zu einem Hörerlebnis, das lange nachwirkt.

Wer hätte es gedacht, aber Oliver Döring legt hier leider nicht so nach wie ich es nach der Zeitmaschine und den Ameisen gehofft hatte.

Doch beginnen wir am Anfang…

…und der kommt in den ersten Momenten wie ein Sittengemälde der damaligen Zeit daher, denn Oliver Döring hat dieser Geschichte – aus der Feder des Altmeisters H.G. Wells – kein Update verpasst, sondern lässt es dort spielen, wo der Buchautor es auch angesiedelt hat. Ich hatte mir eine Umsetzung, welche im Jahre 200X spielen würde gewünscht, denn die bisherigen deutschsprachigen Hörspiele vom Krieg der Welten haben dies leider tunlichst vermieden.

So erfreut man sich dann daran, wie sehr doch einer der Hauptprotagonisten aufgeregt über den Umstand ist, dass er in Paris ein Fahrrad mit luftgefüllten Reifen erstanden hat und andere Dinge, welche für mich die ganze Story mehr streckten als interessant erscheinen ließen.

Und genau hier liegt auch für mich der größte Minuspunkt der ganzen Produktion: Dem unangebrachten auswalzen von wenig Story auf insgesamt drei CDs.

An der Inszenierung an sich will ich auch nicht herumrütteln, denn die ist wie immer perfekt ausbalanciert und auf dem normalen Niveau, welches man von Oliver Döring gewohnt ist. Auch hat man vermieden, die Sprache auf zu altbackener Basis zu belassen und so ist auch dort kein Kritikpunkt zu finden.

Vielleicht habe ich meine Erwartungen an diese Produktion zu hoch angesetzt. Deshalb möchte ich das auch nicht weiter auswalzen, denn diese Produktion war für mich eines der deutschen Hörspiele, durch die ich mich kämpfen musste, um am Ende anzukommen. Der bombastische Klappentext (siehe oben) konnte diesmal nicht halten, was er versprach.

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.

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