46 – Die Anderen

Faith-46Sie sind älter als unsere frühesten Zivilisationen! Sie leben unerkannt unter uns und wir erfuhren erst von ihnen, als es schon fast zu spät war! Die Gier und die Rücksichtslosigkeit der Menschen ließen sie handeln. Erbarmungslos schlugen sie zu und drohten damit, uns auszulöschen. Wir mussten uns beeilen, doch wie sollten wir sie aufspüren? Es schien hoffnungslos…

TrennstrichDie Welt der Faith van Helsing ist stetigen Umstrukturierungen, Charakterwechseln und neuen Herausforderungen unterworfen. So ist es dann auch nicht verwunderlich, das man ein fünfminütiges „Was bisher geschah!“ benötigt um dem Käufer/Hörer der neusten Episode die letzten Ereignisse in Kurzform wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Was wäre wenn wir nicht alleine wären? Nicht im Universum, sondern auf unserem Planeten, welcher so langsam recht eng für uns wird? Dies Fragen beschäftigen Faith und Co. im Moment, denn es gibt eine Rasse – neben dem Homo Sapiens – welche sich nun den haarlosen Affen zu erkennen gibt und nichts gutes im Schilde führt.

Die Idee, das sich Echsen – respektive Dinosaurier – zu einer intelligenten Lebensform in humanoider Form weiterentwickelt haben, ist nichts neues, doch bisher wurde sie in einer Hörspielserie noch nicht verarbeitet – zumindest ist mir dies nicht bekannt. So reiht sich Simeon Hrissomallis denn in die Reihe der Autoren ein, die solche Wesen gegen ihre Helden in den Kampf schicken. Noch ist das Wissen um die neuste Rasse im Faithversum recht gering, doch langsam aber sicher lichten sich die Schleier.

Selbst mit Echsenwesen auf den Fersen, nehmen sich Faith und Kollegen immer noch die Zeit für diverse Schäferstündchen und das Liebesleben der Protagonisten kommt genau so wenig zu kurz wie die Action, welche man aus der Serie gewohnt ist. Faith könnte genau so gut als amerikanische TV-Serie funktionieren, denn die ganze Handlung und die Charaktere sind nach wie vor in diesem Schema ausgelegt. Für mich, subjektiv, eine positive Sache, denn Faith verlegt sich nicht auf Kunst, sondern bleibt Unterhaltung – und gerade das ist die Kunst.

Neben Nana Spier, David Nathan, Sascha Rotermund, Tanja Geke, Victoria Sturm und Kim Hasper im groben Cast der wiederkehrenden Charaktere, gesellen sich neu Spieler hinzu. Captain Ian Hollis aka Bert Stevens, Lieutenant Sue Rogers aka Anna Katharina Weyland, Sergeant Anderson aka Dirk Hardegen und die Echsenwesen Sukha aka Susan Zeller und Phamukay aka Nino Tesenfitz (welcher sich für mich aber eher nach dem üblichen Overacting eines Dennis Rohling anhörte) steigen in die Geschichte ein und man wird sehen wer in Zukunft noch eine längerfristige Rolle spielen wird.

Alles wie gehabt, nur mit neuen Feinden – oder Freunden, das wird sich zeigen. Faith bleibt Unterhaltung pur. Schnell inszeniert, mit guten Sprechern versehen und in Geschichten die gar nicht erst versuchen einen Grimme-Preis zu erhaschen.

Go Faith und bleib uns bitte noch lange erhalten.

Soundsystem-BLAU

 

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