01 – Die 144 Kammern

Plejaden_013.000 Jahre in der Zukunft. Eine Forschungsstation im Sternennebel Plejaden setzt einen Notruf an Perry Rhodan ab: Die Projektion einer Spiralgalaxis wurde gesichtet! Sind die Wissenschaftler, die eigentlich nach Wracks aus den Methan-Kriegen suchen, auf das Geheimnis der Unsterblichkeit gestoßen? Als Perry Rhodan und Gucky den Asteroidengürtel erreichen, geraten sie in einen tödlichen Hinterhalt …

TrennstrichPerry Rhodan, der „Erbschleicher des Universums“ – wie mein Kumpel Horst von Allwörden den Oberboss der Terraner gerne zu bezeichnen pflegt – ist wieder da. Zusammen mit Kampfrobotern in Labor 5, einem missstimmigen Mausbiber und einer weiblichen Begleitung macht er sich drauf und dran eine Geschichte in begrenztem Umfang akustisch zu erzählen.

Da ich nicht recherchieren konnte, ob sich diese Geschichte bereits in gedruckter Form auf dem Markt befindet, gehe ich davon aus, das die Aussage „Die in sich abgeschlossene »Plejaden«-Handlung wurde von PERRY RHODAN-Exposéautor Christian Montillon eigens für die neue Serie entwickelt.„ belegt, das es sich um einen nicht in die laufende Serie eingebetteten Handlungsstrang handelt und somit autarkere Wege geht als der vorweg gegangene Sternenozean.

Und an diesem müssen sich die Plejaden auch qualitativ messen lassen, denn mit dem zweiundvierzig Ausgaben umfassenden Epos setze man bereits vor geraumer Zeit eine Messlatte, welche man zumindest ankratzen sollte um mit den großen Kindern spielen zu können.

Und man kann.. also spielen… mit den großen Kindern…

Zwar spielt man anders, doch ist der Ausflug in die Plejaden bereits in den „144 Kammern“ so angreifend und miterlebend wie der Ozean der Sterne.

Die Geschichte wirft den CD/Download-Besitzer sofort in die Geschichte und gibt ihm weder die Möglichkeit sich langsam einzugewöhnen oder mit Hintergrundinformationen versehen allem zu begegnen. Doch ist dies nicht so schlimm wie es sich anhört, denn man bekommt bröckchenweise Erklärungen präsentiert, welche am Ende zwar ein sehr offenes Gesamtbild hinterlassen, aber ausreichend sind um keine zu große Cliffhanger-Frustration bei den Worten „Demnächst bei Perry Rhodan“ zu hinterlassen.

Bei den Sprechern hat man eine gute Auswahl und Mischung an bekannten und weniger verbrauchten Stimmen gefunden. Mit Torben Liebrecht in der Rolle des „Perry Rhodan“ setzt man auf einen frischere Stimmlage, welche aber an das etwas rauhere Timbre eines Volker Lechtenbrink (Sternenozeans Rhodan) erinnert und somit keine zu große Umstellung nach dem Ende des Ozeans erfordert. Zellaktivatorträger verjüngen sich eben ab und zu, was man auch an der Stimmlage bemerkt – Erklärung durch!

Eva Michaelis, als Quotenfrau bei Rhodan, und der Rest der Sprechergang sind ebenfalls gut gewählt und es gibt nur eine negative Ausnahme…

Santiago Ziesmer als „Gucky, der Komikermausbiber des Terranischen Imperiums“!

Dummerweise ist Santiago Ziesmer mittlerweile so präsent, das man ihn einfach zu oft in Film, Fernsehen und Hörspiel angeboten bekommt und seine Arbeit in der Kinderserie „Spongebob Schwammkopf“ tut das ihrige dazu, diesen Eindruck negativ zu verstärken. Zwar legt er den Mausbiber nicht als debilen Schnatterschwamm an und zeigt das er mehr Möglichkeiten in der Stimme hat als man ihm landläufig zugesteht, doch sind die übermäßige Buchung und gerade die Omnipräsenz des Nikelodeon-Quotenbringers genau der Punkt, den man einfach nicht aus dem Ohr bekommt. Und auch hier muss man sich den Vergleich gefallen lassen, denn Stefan Krause (Sternenozeans Gucky) war für mich der bessere Mausbiber – zumindest in der Neuzeit.

Zweiter Knackpunkt war für mich die Mischung diverser Szenen in denen das Sounddesign die Sprecher explosionsartig in die Ecke klatschte. Sicherlich ist der ganze Soundzinober Hollywoodkino für die Lauschlappen, doch geht es mir subjektiv eher darum zu verstehen was dort gesagt wird und nicht nur geboten zu bekommen, wie Turbinen, Laserfeuer und Explosionen sämtliche Kommunikation der Protagonisten in den Hintergrund drängt.

Trotz alledem ist der Ausflug zu den „144 Kammern“ ein sehr gelungener Start in eine begrenzte Serie. Diese Begrenzung ist nichts neues auf dem Hörspielmarkt, doch gibt sie dem Käufer die Möglichkeit sich sicherer Dinge zurück zu lehnen, denn Endlosserien haben es noch einen Tick schwerer auf dem Hörspielmarkt des Jahres 2015.

Die Auslieferung und Bestellmöglichkeiten von CDs jedoch auf den hauseigenen Webshop von Zaubermond zu begrenzen, empfinde ich jedoch wieder ein wenig als Hemmschwelle zur größtmöglichen Flächenverbreitung der Serie. Aber so lange die Verkaufszahlen im Internet durch Hörspielnerds und Rhodanisten ausreicht um alles zu einem guten und abgeschlossenen Ende zu bringen – wer bin ich darüber zu urteilen ob es nun sinnvoll ist oder nicht!

 

Und jetzt verlose ich, am heutigen 15.03.2015, einmal einen originalverpackte CD der 144 Stufen. Einfach die Facebookseite von LUKES MEINUNG liken und mir eine Message auf Facebook schicken. Wer die Seite schon geliked hat, er schickt mir einfach nur eine Message! 🙂 Ende der Verlosung ist heute, 15.03.2015. 23.59 Uhr terranischer Bordzeit!

Soundsystem-BLAU

 

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