05 – Villa der Verdammten

PSI-Akten 05

Dunkel und groß war der Bau – alt und verfallen. Der fahle Mondschein leuchtete der Villa direkt auf die Front und färbte die Fassade rot… Blutrot…! Der modrige Holzzaun vor der Villa schien sich aus seiner Verankerung zu winden und überhaupt konnte man meinen, das Haus würde in wenigen Momenten in sich zusammenstürzen. Vier Menschen standen davor und wollten das alte Gemäuer betreten. Sie ahnten nicht, welches unheilige Grauen sie erwartete.

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Geisterhausgeschichten geben immer eine Menge an Atmosphäre und Spannung her. Und so ist es nicht verwunderlich das solch ein Haus auch in den PSI-Akten auftaucht. Doch wie immer wird nicht einfach die alte Geschichte des „lebenden Gebäudes mit dunkler Seele“ neu belebt, sonder alles bekommt der typischen R&B-Twist verpasst und man versucht die Geschichte so eigenständig wie möglich zu präsentieren.

Stimmungsvoll wird hier dargestellt wie eine kleiner Scherz unter Freunden gründlich nach hinten los gehen kann. Eigentlich vermischen die R&Bler hier die Geschichte des Geisterhauses mit einem Teenie-Splatter-Movie, oder besser: man bedient sich der besten Teile von beidem. Alles wird so dicht inszeniert das man die morschen Dielenbretter fast schon riechen kann und Erzähler Henry König hält nicht mit bedeutungsschwangeren Hinweisen hinter dem Berg, wenn es daran geht das Haus zu beschreiben.

Die Sprecher leisten alle einen guten Job. Dietmar Wunder, Marco Sand und Dennis Rohling leihen den männlichen Protagonisten der Clique ihre Stimmen und Marion von Stengel sowie Marianne Erdmann beleben die beiden weiblichen Hauptdarsteller. Hinzu kommt noch Stimmurgestein Eckart Dux, als „Sheriff Benson“ und Udo Schenk in der Rolle für die er so oft gebucht wird und in der er wie kaum ein anderen brillieren kann: als Bösewicht.

Ein sehr gut ausgetüftelte Inszenierung rundet das wirklich gelungene Gesamtbild ab. Die Sounds stimmen bis aufs I-Tüpfelchen und die Musik ist genau da und so intensiv wie sie benötigt wird.

Nach einer recht schwachen vierten Folge, hier wieder mehr und überzeugenderer Grusel und Gänsehaut a´la R&B…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.