14 – Gefährliche Begegnung

Drizzt-14Die grausame Vierna Do’Urden ist mit einer Hundertschaft von Drowsoldaten in die untersten Minen von Mithril-Halle vorgedrungen und hat ihren abtrünnigen Bruder Drizzt gefangen genommen. Lloth, die gnadenlose Spinnengöttin der Dunkelelfen, will ihn als Opfer und verspricht dadurch der Macht des Hauses Do’Urden zu neuem Glanz zu verhelfen. Allerdings haben die dunklen Kräfte aus Drizzts alter Heimat nicht mit dem entschlossenen Mut seiner Freunde gerechnet. Auf ihrem Feldzug gegen die Eindringlinge müssen Bruenor, Catti-brie und Wulfgar jedoch feststellen, dass ein Opfer unvermeidlich ist…

TrennstrichMehr Action = mehr Satisfaction. Im zweiten Teil der neusten Geschichte um den Dunkelelfen Drizzt sind die Schlachten so zahlreich wie die scharfen Dornen der Rüstung des Schlachtenwüters Thibbledorf Pwent.

So ist auch die ewig selbe Motivation der restlichen Dunkelelfen der Familie Do´Urden – welche nur noch aus Vierne und dem mutierten Dinin besteht, Drizzt den Gar aus zu machen und somit Loth, der Spinnengöttin, einen barbarischen Galandienst zu erweisen, kaum noch auffällig – so man diesem Satz jetzt komplett folgen konnte.

Es geht mächtig zur Sache, unter der Erde in Mithril-Halle und die Gefährten um den Drow ohne Volk, haben alle Hände und Waffen voll zu tun sich einen Weg zu ihm zu bahnen und ihn lebend wieder an sich zu bringen. Viel Verschnaufpausen bekommt der Zuhörer nicht und die Zeit über Motivation, Intention oder sonstigem, egal welcher Person, nachzudenken ist ebenfalls nicht gegeben. Flüssig läuft die Handlung am Ohr vorbei und erschafft so eine, wenn auch recht brutal umrissene, Welt die von der Inszenierung her so intensiv ist das sie problemlos vor dem inneren Auge zu entstehen versteht.

Bei den Sprechern sind Tobias Meister (Drizzt), Annabelle Krieg, Uwe Hügle und Co. wieder voll in ihrem Element. Jeder Charakter ist so wie erhofft und lebt sich auch vor dem inneren Auge recht plastisch aus. Einzig Bea Kopyto schaffte es wieder nicht mir eine glaubhaft durchgeknallte Dunkelelfin vor den Latz zu ballern. Der Akzent ist entweder ein Ausrutscher oder gewollt – beides konnte ich aber für mich nicht festmachen.

Und trotz Stereotypmotivation auf der Dunkelelfenseite und einer seltsam klingenden Vierna Do`Urden war auch diese folge ein diebischer Spass, so lange wie sie dauerte. Möge dem Drow, welche nicht mehr wirklich einer ist, noch ein langes Hörspielleben beschert sein…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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