131 – Haus des Schreckens

DDF-131

Was geht im Marriott House, dem gruseligen alten Gebäude draußen auf einer einsamen Insel, vor sich? Spukt es dort tatsächlich? Als eine Person entführt wird und unheimliche Spuren Böses ahnen lassen, ist schnell klar: Dies ist ein Fall für Die drei ???! Wer oder was hat den berühmten Musikproduzenten Lloyd Scavenger in seiner Gewalt? Justus, Peter und Bob, die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach, nehmen die Spur auf – und geraten in ein Labyrinth, in dem hinter jeder Ecke ein neues Rätsel wartet.

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Alles wie gehabt, das wäre die Schlussfolgerung welche genau so gut am Anfang stehen könnte, wenn man das nicht auch noch begründen wollte.

Die drei Hobbydetektive aus Rocky Beach werden sofort in ein neues Abenteuer hinein geworfen bei dem der Ausgang schon nach circa 10 Minuten so klar ist das selbst Justus diese durchsichtige Brühe nicht würde konsumieren wollen. Da hilft es auch nicht das man als Zuhörer erst einmal recht unbeholfen gemeinsam mit den Figuren, die nur unwesentlich mehr wissen als man selbst, durch die zum x-ten Mal aufgewärmte Szenerie eines rätselhaften Hauses stakst – richtige Spannung will da nicht aufkommen.

Doch kann man hier nicht die „Das ist Mist“-Kelle auspacken und die ganze Produktion sofort mit Zeter und Mordio in den Orkus verdammen. Für die Altfans der Serie bieten sich hier wieder genügend Angriffsmöglichkeiten genau das Szenario erneut geliefert zu bekommen, was sie schon seit über 30 Jahren so fesselnd und was sie so sehr lieben.

Diejenigen, welche eher im Jetzt verwurzelt sind und nicht das Kassettenkinder-Gen in sich tragen, werden mit einer nett altbackenen Inszenierung und einer guten Schar von Profisprechern belustigt – aber mehr ist da leider nicht.

Keine herausragende Atmosphäre, Geräusche die schon vor 20 Jahren nicht mehr real klingen wollten (Fußtritte auf Stein, welche sich anhören wie das Treppensteigen auf einer Metalstiege) und eine musikalische Untermalung die einem so bekannt vorkommt wie die Titelmelodie der ARD-Tagesschau.

So ist auch diese Folge wieder eine zweischneidige Sache. Für Leute die Folgen wie 121 oder 125 als das Maß aller ???-Dinge ansehen, so wie ich, ist diese Folge sicherlich zu altbacken und einen Touch zu sehr Classic. Für die Classic-Fans eröffnet sich hier zum erneuten Male deren Shangri-La.

Sicher ist es unrealistisch nach 130 Folgen noch etwa „neues“ zu erwarten, doch das neue Gewand, welches zwischendrin immer wieder ausprobiert wurde und welches auch gut an die Leiber der ??? gepasst hat, wird hier leider wieder völlig abgestreift. Zu durchsichtige, weil schon zu oft durchgekaute, Story und eine zu stark schwankende (aktuelle) Qualität in der Inszenierung an sich.

Nichts neues in und um Rocky Beach und selbst die Versuche einer Folge 121 und 125 scheinen nicht mehr existent. Da ist eigentlich nur das Mittelmaß als Marke für mich denkbar und die 3 nur wegen der Qualität und Professionalität von Sprechern wie Rohrbeck, Fröhlich, Wawrczeck, Peter Weiss, Siegfried Kernen und Co. möglich…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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