17 – Die Waterkant-Affäre

Offenbarung-23-17Am 11. Oktober 1987 stirbt in einem Genfer Hotelzimmer Uwe Barschel. Über ein Jahrzehnt wird der Öffentlichkeit erzählt, es sei Selbstmord gewesen. Doch dann lassen sich die Indizien für einen Mord nicht länger verleugnen. Aber welche Kräfte betreiben hier Legendenbildung? Wo könnten die Motive für einen so spektakulären politischen Mord liegen? Die Spuren führen hinab in eine der abstrusesten Agentengeschichten aller Zeiten. In einen seltsam heißen Kalten Krieg, der auch im 21. Jahrhundert noch lange nicht beendet ist. Und der alle tötet, die über diesen Krieg berichten.

TrennstrichDer Cliffhanger von Folge 16 löst sich hier genau so auf wie ich es mir schon fast gedacht hatte. Ian G kommt hinzu und sieht mit an wie die Pistole nach hinten los geht, mit der sich T-Rex umbringen wollte. Dann folgt das übliche „Ich bin nicht der welcher ich bisher gewesen zu sein schien“-Spielchen, das übliche Abgeführe irgendwelcher, fast schon beliebiger, Personen irgendwohin und danach der fast Endlosmonolog der T-Rex-Retters zur Rettung und dem was T-Rex mal wieder nicht begriffen hat weil er es wohl nicht „sehen“ kann – auch wenn es dem Hörer doch schon klar ist.

Soweit dazu. Wie oft wurde diese Art der Handlungsabfolge jetzt schon bemüht? Viermal? Fünfmal? So langsam wird es doch etwas seht auffällig und die vermeintlichen Cliffhanger machen noch nicht mal mehr dem empfindsamsten T-Rex-Fan etwas aus – denn er überlebt doch sowieso. Egal wie.

Nach einer schwachen vierten Staffel geht die fünfte mit genau den Befürchtungen los die mir im Hinterkopf blieben, nach Folge 16. Wieder werden Storyelemente erneut bemüht die man schon mehrfach genutzt hat, nur das sie jetzt nicht mehr überraschen sondern eher schon fast zu auffällig sind. Wieder wird T-Rex, nachdem er ein bißchen mehr erfahren hat wie böse doch die ganze Welt ist, in eine tiefe Depression geworfen, wieder holt ihn jemand dort heraus nur damit T-Rex kurz darauf wieder verraten wird um wieder gefangen genommen zu werden und, unter psychisch brutalen Umständen, wieder neues Wissen zu erfahren das ihn wieder in eine tiefe Sinnkrise stürzen wird damit er wieder………………

Auch ist es nicht überraschend das ihn diesmal sein bester Freund verrät, denn der war ja noch nicht damit an der Reihe. Jetzt muss man schon fast neue Charaktere erfinden die T-Rex verraten könnten, denn so langsam haben die Alten fast alle schon mal was richtig mieses gegenüber T-Rex unternommen. Doch T-Rex nimmt niemandem etwas übel, er verzeiht sogar Mordversuche.

Auch habe ich diese Folge streckenweise 3 bis 4 Mal gehört. Nicht aus Begeisterung, sondern weil ich mich immer wieder dabei ertappte bei den ganzen Monioogen – erst Till Hagen als „Ian G“ dann Tilo Schmitz als „Tom“ – nicht mehr zuhörte, weil das Interesse an der Geschichte immer mehr nachließ. Da ich aber weiter mitbekommen wollte was da jetzt zum wiederholten Male durchgesprochen aber trotzdem nicht ge- oder erklärt wurde, wiederholte ich die ganzen Tracks noch einmal – und dann noch einmal.

Nun gibt es nicht nur negatives bei dieser Produktion. Technisch ist hier alles vom feinsten. Gute Musik, eine fast perfekte Abmischung und eine sehr lebensnahe Geräuschkulisse. Auch sind die Sprecher ausnahmslos aus der „ersten Garde“. Doch das reißt leider die wirklich langatmige Story nicht mehr raus. Ich habe das Gefühl das so langsam die Verschwörungstheorien ausgehen und man sich auf diverse Dinge einschießen muss und damit ein Folgen füllt.

Ich hoffe das sich das „Menschenopfer“ wieder auf das alte Terrain zurück bewegt, das die Serie bis zur Folge 12 so genial und einzigartig machte…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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