23 – Der Jungbrunnen

Offenbarung-23-23Mit seiner Flötenmusik soll einst der Rattenfänger von Hameln die Kinder der alten Stadt so betört haben, dass sie ihm blindlings auf Nimmerwiedersehen folgten. Doch welches dunkle Geheimnis steckt wirklich hinter dieser Legende? Student Georg Brand entdeckt die unvorstellbar grausame Wahrheit. Und die Frage steht im Raum: Ist auch der tote Hacker Tron einst einem Rattenfänger ins Verderben gefolgt?

TrennstrichBei weiteren Nachforschungen über das Leben und den Tod von Tuanchamun geraten Nolo und T-Rex an Hinweise die auf den Rattenfänger von Hameln hinweisen. Auch Nat Mickler scheint mehr in die ganze Angelegenheit verwickelt zu sein als der alte Herr den Anschein machte. Also fliegen Nolo und T-Rex, bei der Verfolgung von Mickler, wieder zurück nach Deutschland und geraten an ein Geheimnis wie es brutaler nicht sein könnte.

Die Offenbarung feiert Jubiläum und bei welcher Folge sollte eine Serie die schon die 23 namensgebend im Titel hat dies wohl sonst tun als bei der Nummer 23? Viel feierliches gibt es äußerlich nicht zu sehen, außer einer goldenen CD. Dies kann natürlich auch ein Fehler des Presswerks gewesen sein, da diesmal nicht goldene Schrift auf schwarzem Grund zu sehen ist sondern schwarze Schrift auf goldenem Grund, also genau umgedreht – aber ich gehe einfach mal davon aus das es so gewollt war.

Die Story kommt am Anfang wieder so konfus und zusammengeschustert daher wie ein paar ihrer Vorgänger. Man hat den Eindruck das man die beiden, Nolo und Georg, jetzt wieder irgendwie aus dem schützenden Ägypten nach Deutschland bringen muss. Und es muss ein guter Grund sein, da sie ja jeden Schutz des „Fluch des Pharao“ aufgeben und wieder zur gut sichtbaren Zielscheibe ihrer Feinde werden. Ich möchte nicht zuviel über die „Motivation“ verraten, weil sich die Folge enorm steigert und mit einem recht furiosen Ende aufwartet mit dem ich so nicht gerechnet hatte.

Da bisher alles was T-Rex geschehen ist, und die Dinge auf die er stieß und aufdeckte, auf rein logisch erklärbaren Sachverhalten beruhte und niemals das Übernatürliche wirklich existent war, war ich hier doch etwas überrascht. Den Zuhörer erwartet am Anfang eine von diesen „irgendwie passt das schon, ansonsten biegen wir das hin“-Geschichten, wie sie in den letzten Folgen leider viel zu oft anzutreffen waren. Doch dann entwickelt sich alles in sehr interessante Richtungen. Ab der Hälfte hatte ich das Gefühl wieder eine Story geboten zu bekommen wie sie am Anfang der Serie Gang und Gebe war, dann schlug man in Richtung „Blair Witch Projekt“ ein um am Schluss in reinem Grusel zu enden. Bisher die verwirrendste aber auch interessanteste Folge seit langem.

Die Sprecher machen ihren Job wie immer: gut. Was mir jedoch noch auffiel, ist der Umstand das es eine neuen „Nachrichtensprecher“, ein Sprecher namens Jaron Löwenberg, gibt. Da die Stimme „nach Dagmar Berghoff“ ja in der letzten Folge ums Leben kam, ist dieser Schritt nur konsequent. Auch ist diese Stimme im Intro zu höre und ergänzt die Aussagen von „Tron“ Benjamin Völz – was das jetzt bedeutet hat sich mir noch nicht erschlossen, aber bei dieser Serie kann man nie sagen ob es wichtig ist oder eher nur so just for Fun.

Die positive Entwicklung hält an. Wenn man jetzt weiter auf diesem Weg bleiben würde, was ich mir wünsche, könnte ich mir vorstellen das O23 bald wieder dort ist wo sie anfangs bereits war – ganz weit oben im Hörspielolymp…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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