02 – Überleben

Alpha-Base-02Die Alpha Base wurde in den Orbit von Zulu 1 installiert. Alles läuft nach Plan, bis Carmen de Machento etwas zu spüren scheint… Leben… Irgendwo auf Zulu 1… Und dieses versucht nur eins! Zu überleben!

TrennstrichAutor James Owen erhebt hier den mahnenden Zeigefinger und gibt dem Zuhörer schon sofort am Anfang zu verstehen was er von der Menschheit hält – oder besser: man hat irgendwie den Eindruck. Zumindest legt er Scott Fish eine Menge Dinge in den Mund welche viele Menschen sicher denken, doch nur wenige sich trauen es auszusprechen. Fish hat die „Bombe“ an Bord gebracht um dem Expansionswillen der Menschheit in andere Galaxien einen kleinen Stopp zu verpassen.

Doch nicht nur damit hat Kommandantin Schwing zu kämpfen. Auf dem Planeten unter der Alpha-Base scheint doch Leben zu existieren und dieses scheint den Menschen nicht gerade wohl gesonnen zu sein.

Die Geschichte entwickelt sich kontinuierlich mit großen Schritten weiter und mit noch viel größeren Schritten von der akustischen Synchronschwester „Voyager“ weg. Keiner der Sprecher interpretiert seine Rolle so wie man sie aus der gedachten Vorlage kennt und so entwickelt sich langsam ein eigenständiges Bild der Figuren welches keine Ähnlichkeit mehr mit der Crew der „USS Voyager“ hat.

Das Tempo der Story hat auch hörbar zugenommen. Zwar werden viele Ereignisse immer noch von der Kommandantin per Logbucheintrag geschildert, doch der Ausflug zum Planeten Zulu 1 kann mit einer Menge Sense Of Wonder und ein paar ausgeprägten Actionsequenzen punkten.

Insgesamt macht diese Folge einen etwas runderen Eindruck als der erste Teil. Die Figuren sind ja nun schon bekannt, die Lage der Station und ihrer Bewohner ist klar und nun geht es daran mutig dorthin zu gehen wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Vergleiche fallen mir im Moment keine mehr ein, da sich alles immer mehr in eine neue Richtung entwickelt.

Bediente sich James Owen bisher noch an bekannten, und vor allem beliebten, Segmenten der SF-Unterhaltung, so geht man hier den Weg welche die SF in den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhundert ging. Neue Welten entdecken ist jedenfalls spannender als sich die Weiterführung einer bekannten Serie anzuhören. Das Update des alten Flairs ist gut gelungen und kann sicher auch jüngere Zuhörer unterhalten welche nicht beim hören des Hörspiels dem vorhandenen Nostalgiefaktor, auch wenn er gut kaschiert ist, erliegen.

Auch in der zweiten Folge liefern die Darsteller der Rollen jeder eine gute Vorstellung ab. Zum Core-Team von Gertie Honnek (Nicole Schwing), Frank-Otto Schenk (Abisal Abel), Stefan Staudinger (Tim Wagnis), Erich Räuker (Scott Fish), Anke Reitzenstein (Carmen), und Michel Iwannek (Olsen) gesselen sich in dieser Folge Arianne Borbach (Hully) und Gisela Fritsch (Norka´de).

Wer sich ein wenig in der optischen SF-Geschichte auskennt wird sicher auch einige Soundeffekte wiedererkennen. Wenn sich Abisai Abel und Olsen auf den Weg zum Planeten Zulu 1 machen, bekommt man die Startsequenz der „Kampfstern Galactica (alte Serie)“-Viper zu hören und auch die Turbinengeräusche sind vollkommen identisch.

Zu Folge Eins ein Schritt nach vorne in die von mir so gesehene richtige Richtung…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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