166 – Das Mädchen mit der Kristallkugel

TKKG-166

Spuk in der Millionenstadt! Ortrud,die neue Mitschülerin in der TKKG-Klasse, kann einem schon unheimlich vorkommen: mit Hilfe einer Kristallkugel prophezeit sie ihren Freunden Ereignisse, die tatsächlich eintreffen. Wie ist das möglich? Doch Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind gerade mit einem anderen Fall beschäftigt: Wer steckt hinter der Diebesbande, die am helllichten Tage zahlreiche Wohnungen ausraubt? Könnte Ortrud mit ihren hellseherischen Fähigkeiten vielleicht einen Tipp geben?

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Der positive Trend zu Geschichten die etwas ernsthafter daher kommen und nicht ausschließlich mit Bösewichten aus dem östlichen Bereich der Welt behaftet sind, wie in der letzten Folge bereits begonnen, hält weiter an.

Das Mädchen Ortrud hält die Schule der TKKGler in Atem mit ihrer übernatürlichen Fähigkeit aus einer Kristallkugel, welche sie von ihrer Großmutter geerbt haben will, die Zukunft heraus lesen zu können. Das kommt Tim, Karl, Klößen und Gabi von Anfang an nicht ganz geheuer vor und sie wollen hinter dieses Geheimnis kommen – und da ist noch die bisher ungeklärte Serie von Einbruchdiebstählen welche die Millionenstadt beschäftigt.

Auch wenn die Geschichte so vorhersehbar ist wie Kößchenbrühe, so ist sie dennoch unterhaltsam umgesetzt. Die Figuren agieren nicht wie in einem Stück über Realsatire welches in den Achtzigerjahren angesiedelt wurde, sondern wie in einem ganz normalen Jugendkrimi. Zwar ist die Motivation der Bösewichter, wie so oft, etwas überzogen, aber gerade das macht ja auch den Reiz der Serie aus.

Kein aggressiver Tim der sofort alles mit seinen Fähigkeiten in fernöstlicher Kampfkunst kurz und klein schlägt, keine hündisch unterwürfige Gabi die sich nur als nette Hintergrundfigur zeigen darf, keine zu vielen „Amigos“ und kein daueressender Klößchen – einzig Karl ist nervig und nölig langweilig wie immer.

Neben Sascha Draeger, Manou Lubowski, dem wie immer fast schon hobbyhaft agierenden Niki Nowotny und dem ewig nuschelnden Erzähler Wolfgang Kaven ist wie immer Veronika Neugebauer zu hören. Da dies wohl, vermutlicherweise, ihre letzte Arbeit für diese Serie gewesen sein wird, war es mir nicht möglich diese Folge ohne einen traurigen Beigeschmack zu hören.

Die Inszenierung ist Old School wir immer und bedient die Erwartungen zu 100%. Auch die Gastsprecher Steffi Kirchberger – als orakelnde Ortrud, Rhea Harder, Judy Winter und Elga Schütz halten alles auf hohem Niveau.

Eine glaubhaftere Geschichte als gewohnt, freudig agierende Sprecher und eine gute Umsetzung, so könnte, aber wird es leider nicht mehr, weiter gehen…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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