03 – Das unheimliche Labor

Gaensehaut-03

Warum dürfen Margaret und Casey nicht mehr in den Keller gehen, seit ihr Vater, ein berühmter Botaniker, dort sein Labor eingerichtet hat? Was versucht er dort vor ihnen zu verheimlichen? Eines Tages beschließen die beiden, das Geheimnis zu lüften, und machen eine schaurige Entdeckung…

Sprecher: Annika Päs und Jo Weil

Inszenierte Lesung, 1 CD, Spielzeit: 74 Minuten

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Der Vater von Margaret und Casey verhält sich seltsam. Sonst hat er doch immer mit ihnen gespielt, rumgealbert und sich viel um seine Familie gekümmert. Doch seit er seinen Job verloren hat ist alles anders geworden. Er schließt sich in seinem Kellerlabor ein und die Familie bekommt ihn kaum noch zu Gesicht. Wenn er sich blicken läßt ist sein Verhalten aggressiv und ablehnend. Was ist bloß mit ihrem Vater los? Auch geht das Gerücht um das er seinen Job verloren habe weil er verbotene Forschungen in seiner Firma gemacht habe. Die Situation der Kinder ist nicht gerade die beste. Eines Tages, als der Vater gerade aus dem Haus ist weil er die Mutter zum Flughafen fährt, wollen die Kinder wissen was sich im Labor des Vaters abspielt. Sie dringen in den Keller ein und machen eine erschreckende Entdeckung. Dort stehen riesige, lebende Pflanzen und die Kinder bekommen es mit der Angst zu tun. Auch der Vater verändert sich immer mehr. Was sind das für Experimente die er da durchführt und wie gefährlich sind die lebenden Pflanzen?

Die Story ist eine Mischung aus „Little Shop Of Horrors“, „Die Fliege“ und „Gelee Royal“. Alles zusammen vermischt ergibt eine sehr angenehm gruselige Mixtur, welche für die Jugendliteratur abgeschwächt wurde. Der verbotene Keller, das geheimnisvolle Labor und der sich langsam verändernde Vater sind gute Zutaten, welche eine leichte Gänsehaut garantieren.

Annika Päs, in der Rolle der Margaret, und Jo Weil, in der Rolle des Casey, spielen ihre Rollen sehr gut aus und können auch in den erzählerischen Teilen überzeugen. Die einzelnen Takes haben unterschiedliche „Sounds“ bekommen, so das man die gespielte Handlung sehr gut von der erzählten unterscheiden kann. Bei den Erzählerparts sind zwar die Hintergrundgeräusche mit zu hören, doch ist die Stimme ohne jedwedigen Effekt zu hören. Bei den gespielten Parts wurde die Stimme angepasst und klingt dumpfer, wie zum Beispiel in freier Natur. Dies verstärkt die Wirkung der Inszenierung noch mehr und läßt den Zuhörer noch etwas mehr in die Handlung hinein geraten. Die beiden Sprecher vermitteln die Gefühle der Kinder sehr natürlich und bringen so ein recht großes Maß an Glaubwürdigkeit an den Zuhörer herüber.

Biologischer Grusel für zwischendurch. Gut inszeniert und für dunkle Abende, am besten noch mit Regen, sehr gut geeignet…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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