07 – Saras Dämonen

Dragonbound-07Endlich erreichen Lea und ihre Gefährten Liluell, wo sie auf den greisen Magier Tomar treffen. Die Situation ist alarmierend, denn alles deutet auf eine baldige Schlacht mit den Vargonen hin. Telon beschließt daher, deren Anführer Goor in seinem Versteck anzugreifen. Ein Himmelfahrtskommando, denn Goor hat ungeahnte Kräfte, denen niemand gewachsen scheint.

TrennstrichWenn man Dragonbound eine Sache nicht vorwerfen kann, so ist es fehlender Tiefgang in der Story und den Charakterisierungen. Auch wenn man beim momentanen Oberbösewicht wieder auf Dauerbrenner Udo Schenk zurück greift, so fehlt es den restlichen Figuren nicht an tieferem Profil.

Die siebte Folge der Serie ist wohl intensivste, was den Werdegang der einzelnen Protagonisten und deren innere Motivationen angeht. Bevor es an die „Schlacht um Luliell“ geht, lässt man den Gefährten noch einmal kurz die Möglichkeit Luft zu holen und den bisherigen Weg wieder emotional zu ordnen. Dies ist mit Seelenqualen und großen persönlichen Entbehrungen verbunden, und jeder der Charaktere muss einen Seelenstriptease vor dem Hörer vollziehen. Dies vertieft die „Beziehung“ zwischen beobachtender/zuhörender und agierender Person zusätzlich und egal was in der achten Folge geschehen wird, der Zuhörer wird noch beteiligter an der ganzen Sache sein.

Hier leisten diesmal Annina Braunmiller (Sara), Jann Oltmanns (Rodge) und Bettina Zech (Lea) den Löwenanteil an Sprecherglanzleistung. Neuzugang Mogens von Gadow (Tomar), als Zauberer, sollte wohl den meisten stimmlich bekannt sein. Sein Spiel vertieft die Stimmung es Hörspiels noch zusätzlich, denn de Zauberer ist ungewöhnlich und schafft somit einen guten Gegenpol zu den bisherigen „Neuzugängen“ der Serie.

Auch Martin Sabel (Dogo) gefällt mir in seiner Rolle nach wie vor sehr gut, denn er verschafft dem Zauberer eine akustische Sympathie, trotz das der Charakter an sich eher nervig und der Hofnarr der Gruppe ist.

Was Peter Lerf und Martin Sabel hier seit 2009 produzieren, ist wohl die intensivste Fantasy-Serie, welche zur Zeit den Hörspielmarkt bevölkert. Auch wenn sich gewisse Längen auf der Reise nach Liluell eingeschlichen hatten, so sind dies vergessen und man versteht nur das diese wohl zur Festigung der Charaktersympathie beim Zuhörer dienen sollten.

Musik und Effekte sind auf gewohnt hohem Niveau und man spürt den Wind von Faedraks Drachenschwingen im Nacken, wenn er wieder einmal mit Lea in die Lüfte aufsteigt.

Es geht auf das Ende der ersten Staffel zu, der große Oberbösewicht ist auf den Plan getreten und die Gefährte sind mental gewillt diesen in seine Schranken zu verweisen…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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