04 – Der Schatten des Gespensterjägers

Hui-Buh-das-Schlossgespenst-04Es spukt auf Schloss Burgeck! Und HUI BUH hat nichts damit zu tun. Als ob das noch nicht seltsam genug wäre, taucht plötzlich ein Fremder am Schlosstor auf, der sich als Experte für Geisteraustreibung vorstellt. Für viel Geld will er Burgeck von allen Gespenster-Plagen befreien. HUI BUH ahnt, dass es gefährlich für ihn werden könnte. Gemeinsam mit Tommy verfolgt er den geheimnisvollen Mann bis hinunter ins Dorf und macht dort eine schreckensvolle Entdeckung.

TrennstrichHui Buh und seine Familie bekommen Besuch. Nicht nur das Julius Onkel, Sir Percy Archibald Funningham, ihnen einen Besuch abstattet und Hui Buh sich zusammenreißen muss da er vorläufiges Spukverbot bekommt. Auch klopf ein Geisterjäger an das Tor des Schlosses und Julius erkennt sofort die Gefahren denen sich Hui Buh aussetzen könnte wenn das Gespenst Schabernack mit diesem treiben würde. Doch wäre Hui Buh nicht Hui Buh wenn er auf den Rat des Königs hörte. Tommy bringt Hui Buh noch zusätzlich auf dumme Ideen die sich als gefährlicher erweisen als die Beiden es vorher vermuteten.

Zum vierten Mal geht nun die neue Inkarnation des Schlossgespenstes auf schauerliche Abenteuer. Meiner Meinung nach ist ihm dieses Update gut bekommen, denn die alten Hörspiele werden nicht komplett ignoriert und dem Feeling in vielen Dingen Rechnung getragen. Nach wie vor rutscht der neue Hui Buh nicht in gröbsten Klamauk ab, sonder bewegt sich weiterhin im Rahmen des alten Humors – nur eben um über dreißig Jahre in die Zukunft gebracht.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und Hui Buh erweist sich erneut wieder als wagemutiger Abenteurer der sich auch nicht scheut die wildesten Geschichte zu erleben. Die Indentifikationsfiguren Tommy und Sophie ermöglichen jungen Zuhörer sich mit in die Geschichte zu begeben und die Geschichte so noch intensiver mitzuerleben. Da die beiden nie so wirklich in unüberwindliche Gefahren geraten und ihr Retter Hui Buh stets zur Stelle ist, ist auch ausgeschlossen das sich jüngere Zuhörer beim lauschen zu stark fürchten könnten.

Die Inszenierung von STIL ist pures Kino für die Ohren. Die Hörspielmacher Hagitte und Bertling haben in vielen unterschiedlichen Serien beweisen das sie es verstehen jedes Genre in ein gut hörbares Ergebnis umzusetzen. De Geräusche sind so gruselig gemacht und realistisch gehalten das sie eine sehr unheimliche Stimmung erzeugen. Doch wird zu keiner Zeit vergessen das sie zwar leichten Grusel erzeugen aber dennoch nicht zu erschreckend wirken sollen. So ist de Altersangabe von 6 Jahren nicht zu hoch gegriffen. Leicht verträglicher Grusel mit komischem Einschlag ja, Horror jedoch weniger.

Andreas Fröhlich erzählt die Geschichte wieder sehr fröhlich und in jeder Szene passend. Stefan Krause mag ja von den Puristen nicht als das „wahre Gespenst“ angesehen werden, doch er weiß er wie man so eine Gestalt verbal umsetzt und sie so anlegt das sie zwar etwas nervig wirkt, jedoch nie ins nervige abrutscht. Frank Glaubrecht gibt dem Onkel aus dem britischen Adelshaus mit einem sehr passablen Akzent die nötige Glaubwürdigkeit. Am meisten überrascht mich immer noch Christoph Maria Herbst als „Julius“. Der Comedian überzeugt durch so frisches und lockeres Spiel als hätte er niemals etwas anderes gemacht. Auch Marie-Luise Schramm, Ulrike Stürzbecher, Jürgen Thormann oder Daniela Hoffmann beleben ihre Rollen überzeugend Jürgen Kluckert darf diesmal den Bösewicht „Gumprecht zu Ratfried“ spielen und geht in dieser Rolle voll und ganz auf.

Auch im vierten neuen Abenteuer macht es Spaß mit dem Gespenst und seiner Familie gruselige Geschichten zu erleben…Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert
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