Der Geist von Mae Nak, „Ghost of Mae Nak“ (2005)

Der Geist von Mae NakDer Geist von Mae Nak

Ghost of Mae Nak (2005), Thailand, Laufzeit 101 Minuten, FSK 16

Regie: Mark Duffield

Darsteller: Pataratida Pacharawirapong, Siwat Chotchaicharin, Porntip Papanai, Jaran Ngamdee, Meesak Nakarat

Mak und Nak, ein Pärchen aus Bangkok, möchten dem freundlichen Herrn Angel eine seiner innerstädtischen Immobilien abkaufen. Über hundert Jahre soll die Hütte bereits alt sein. Noch ahnt niemand, das Angel sein einziges Haus jeden Monat neu verkauft, um die Mieter dann per arrangiertem Spuk zu vertreiben. Diesmal jedoch hat Angel die Rechnung ohne den richtigen und richtig wütendenden Geist der einst gemordeten Mae Nak gemacht. Die möchte umgebettet werden, und Nak soll ihr Werkzeug sein.

Lukes Meinung

Ich liebe Filme wie “The Ring” oder “The Grudge” und auch Streifen wie “Dark Water” finden meinen Gefallen, sei es nun in der Originalversion oder im (zumeist) amerikanischen Remake. Als sich mir nun “Der Geist von Mae Nak” auf DVD recht kostengünstig anbot, griff ich ohne großes Zögern zu, auch wenn man mit Asia-Cinema schonmal die ein oder andere unangenehme Überraschung erleben kann.

Den Grundgedanken, das ein britischer Filmemacher einen Film über eine thailändische Legende in thailändischer Sprache in Thailand ohne großes Wissen über die Sprache selbst gedreht hat, fand ich amüsant und so hätte sich zumindest im Negativfall eine “Der hatte keinen Plan was er da macht!”-Vorstellung ergeben. Doch weit gefehlt.

Sicherlich kann der Film an Gernegrößen wie “Ringu” beim besten Willen nicht heran reichen, doch so unfreiwillig komisch wie “One Last Call” ist er auch nicht. Die Legende um die Liebenden “Mak und Nak” (ok, das ist schon unfreiwillig komisch, aber nur in unseren Sprachgegenden) bietet viel Spieraum für Geisterspuk der angenehmen Art, ohne Splatter oder zu viele Schockmomente. Im Nachinein ist der Film eine nette Momentaufnahme Bangkoks und der thailändischen Kultur der Jetztzeit – also kein Griff in die Bahpfuikiste.

Der Griff in die Bahpfukiste ist dennoch vorhanden – Stichworte: Synchronisation, deutsch, Lippensynchronproblematik.

Da ich der thailändischen Sprache nicht mächtig bin und Untertitel verabscheue, musste ich mir den Film in der deutschen Synchronisation anhören. Sicherlich ist es problematisch die deutsche Sprache lippensynchron auf die thailändischen Mundbewegungen zu legen, doch ein klitzekleines Quetchen an Mühe sollte man sich schon geben es zumindest halbwegs glaubhaft erscheinen zu lassen.

Viele der Stimmen konnte ich nicht erkennen. Bekannt waren mir nur Reent Reins, Sascha Draeger und vermutlicherweise Fabian Harloff, welche sich alle Drei nicht mit Ruhm bekleckern und scheinbar einen flotten Euro nebenbei gerne mitgenommen haben. Auch musste man dem “Astrologen” eine zweite Synchronstimme geben, da man ein kurze Szene mit ihm wohl übersehen hate, welche sich deutlich von Reent Reins Stimme unterscheidet.

Alles in allem ist der Film unterhaltend, für mich jedoch ein weiterer Stein in der Untermauerung, mir Filme – wenn machbar – ausschließlich im Originalton anzusehen.

Format: DVD, Dolby, DTS, PAL, Special Edition, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 6.1 ES Discrete)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 26. Juni 2006Soundsystem-BLAU

 

Thomas Rippert

Geboren 1966 in Solingen, interessiere ich mich seit frühster Jugend für Bücher, Comics, Filme, Hörspiele, Musik und alle anderen Medien, welche zur Unterhaltung dienen können.

Ich lebe seit 2007 in Hannover - einer Stadt, welche viele Möglichkeiten zum Ausleben des Hobby anbietet.

Kommentare zu konsumierten Medien verfasse ich seit 2007, mal mehr, mal weniger intensiv.

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